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7 Tipps vom Stylisten, mit denen deine Looks besser aussehen
Wer mehr aus seinem Kleiderschrank herausholen will, sollte vom Profi lernen. Und wenn es darum geht, Outfits zu gestalten und Kleidung gut in Szene zu setzen, sind Stylisten die beste Anlaufstelle. Deswegen bin ich für euch nach den besten Tipps auf die Suche gegangen, die ihr von Fashion-Stylisten für eure eigenen Outfits lernen könnt!
Alle Tipps aus dem Beitrag findest du auch in meinem Video auf YouTube!
1. Gut organisiert ist halb gestyled
Fashion-Shows und Foto-Shootings sind zeitlich eng getaktet. Darum muss ein Stylist immer gut organisiert bleiben und hat schon alle Outfits fertig zusammengestellt, die er für einen Anlass braucht. Das kannst du dir auch für deinen eigenen Alltag abgucken: Mit einem guten Ordnungs-System machst du dir selbst das Zusammenstellen von Outfits leichter.
Anstatt also alles einfach irgendwo im Schrank aufzubewahren, sollten alle Teile einen Bestimmungsort im Kleiderschrank haben und zum Beispiel pro Kategorie sortiert sein. So weißt du immer, wo du nach einem bestimmten Teil suchen musst. Für das erfolgreiche Organisieren deines Kleiderschranks findest du hier auf dem Blog noch viele weitere Tipps von mir, schau da also gerne mal rein.
2. Bereite deine Looks im Vornherein vor
Stylisten haben für ein Fotoshooting bereits jedes Outfit vorbereitet: Und zwar so, dass alle Teile sauber und gebügelt sind, sodass beim Shooting oder auf dem Laufsteg die Kleidung genauso aussieht wie gewünscht. Knittrige Kleidung oder Staubflusen auf dem Stoff sind nämlich alles andere als stylisch!
Genau das kannst auch du tun, um dein Outfit zu perfektionieren. Gerade für Leute, die es morgens stressig finden sich anzuziehen, kann es sich lohnen, bereits den Abend zuvor ein Outfit vorzubereiten und die Kleidung vorab schon zu bügeln und mit dem Fusselroller zu entfusseln.
Ein Stylist macht außerdem mit den Models erst einmal ein Fitting, also eine Anprobe vor dem eigentlichen Shooting, um ganz sicher zu gehen, dass das Outfit auch genauso wirkt wie es soll. Und häufig sieht ein Outfit vielleicht in der eigenen Vorstellung zwar gut aus, aber so manche Kombination scheitert häufig doch an der Realität! Gute Vorbereitung bedeutet also auch, ein Outfit im Zweifel einfach mal Probe zu tragen, um den damit einhergehenden Stress zu vermeiden, falls die Kombi mal doch nicht so gut funktioniert wie gedacht.
3. Dein Zimmer = Dein Set
Dieser Tipp könnte dich überraschen, weil er erst einmal nichts mit deiner Kleidung direkt zu tun hat. Aber: Wenn du generell nicht so zufrieden mit deinen Outfits bist, könnte das unter anderem daran liegen, dass dein Zimmer, welches den Hintergrund beim Betrachten im Spiegel bildet, nicht ordentlich ist oder mit deinem Outfit kollidiert.
Beim Shooting ist es schließlich auch so, dass die Umgebung, in der die Kleidung stattfindet, genauso sorgfältig vorbereitet wird die Outfits selbst. Denn diese kann die Wirkung eines Outfits zusätzlich unterstreichen, oder es bei einer fehlenden Gestaltung auch fehl am Platz wirken lassen.
Wie an einem Set bildet dein Zimmer den Hintergrund, auf dem dein Outfit stattfindet. Siehst du dich im Spiegel umringt von Unordnung oder Dingen, die deinem Geschmack nicht entsprechen, könnte das auch deine Wahrnehmung deiner Outfits negativ beeinflussen. Probier es also gerne mal aus, ob eine kleine Aufräumaktion dabei hilft, deine Looks im Spiegel mit wohlwollenderen Augen zu sehen.
4. Haare und Make-Up nicht vergessen!
Ein gutes Outfit wirkt noch besser, wenn auch der Rest deiner Erscheinung auf den Look abgestimmt ist – das wissen auch Stylisten. Darum achten sie auch darauf, dass der Fashion-Look mit dem Make-Up und der Frisur im Einklang ist, die ein Model trägt.
Ähnlich kannst du auch im Alltag an dein Styling rangehen. Dein Outfit besteht nämlich nicht nur aus der Kleidung, die du trägst. Auch die Wirkung deiner Frisur und des Make-Ups solltest du nicht vernachlässigen.
Schon ein bisschen Mascara oder Farbe auf den Lippen können reichen, sowie das bewusste Flechten oder offen Tragen der Haare: Diese Styling-Entscheidungen können das Aussehen deines gesamten Outfits verändern.
5. Welche Geschichte soll dein Outfit erzählen?
Schon Paul Watzlawick sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren. Das gilt sowohl für das eigene Verhalten, als auch für die Kleidung, die man trägt.
Jedes Outfit, das wir tragen, erzählt eine Geschichte. Diese kannst du ganz unbewusst erzählen, ohne selbst die Botschaft in der Hand zu haben. Oder man kann wie ein Stylist bewusst steuern, was für eine Story mit dem Outfit erzählt werden soll, damit sie auch zur Marke passt: Sei es eine Personenmarke, oder eine Fashion-Brand (wie du deinen Style wie eine Marke verändern kannst, zeige ich dir in diesem Video!).
Das Ziel muss dabei nicht immer sein, einfach nur ein hübsches Outfit zu erstellen. Sondern du kannst Mode auch dazu verwenden, um damit eine gewünschte Stimmung und ein Gefühl zu vermitteln.
Meiner Meinung nach ist das einer der wichtigsten Tipps, wenn es darum geht, den eigenen Stil zu schärfen. Deswegen findest du auch in meinem Workbook “Smart Up Your Wardrobe” eine ganze Lektion dazu, wie du mit Kleidung deine gewünschte Grundstimmung kommunizieren kannst, egal für welchen Anlass du dich anziehst.
Sei dir bewusst, dass dein Outfit eine Geschichte erzählt, und dass du die Erzählerin bist. Du kannst aktiv entscheiden, welche Botschaft du mit deinem Look vermittelst und wie du wahrgenommen werden möchtest. Dabei hilft dir auch der nächste Tipp:
6. Mit Moodboards Outfits planen
Stylisten arbeiten auf eine abstrakte Weise mit Moodboards. Denn sie nutzen es nicht einfach nur dazu, um darauf Fotos von Outfits zu sammeln. Sondern hier werden Bilder platziert, die tatsächlich eine Stimmung – also den “Mood” – einfangen, den sie erzeugen möchten. Auf so einem Board können also auch Bilder von Innenräumen sein, von Pflanzen oder Wasser, von Kunstwerken, Streetart, Texturen oder Landschaftsaufnahmen.
Letztens habe ich zum Beispiel ein Video einer Stylistin gesehen, die auf ihrem Board mit dem Bild eines Wohnzimmers im 70er Jahre Stil begonnen hat. Daraus hat sie eine Farbpalette generiert und erst einmal im eigenen Kleiderschrank geschaut: Welche Klamotten passen bereits in diese Farbpalette? Und welche Teile davon wiederum würde die Person tragen, die so ein Wohnzimmer bewohnt wie auf dem Foto?
Ich finde diese Herangehensweise hilfreich, um damit die eigene Kreativität zu schulen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, was die Kleidung im eigenen Schrank leisten kann. Probier es also gerne selbst mal aus; Suche dir auf Pinterest-Bilder zusammen, die für dich deine gewünschte Stimmung widerspiegeln und schaue dann, wie diese Stimmung in Form von Kleidung ausgedrückt werden kann.

7. Löse Outfit-Probleme mit dem, was du schon hast
Trotz guter Planung und Anproben kann es immer mal vorkommen, dass ein vom Stylisten zusammengestellter Look am Set doch nicht den Erwartungen entspricht. In so einer Situation ist es meistens unwahrscheinlich, dass der Stylist Zeit hat, um mal eben im Laden nach einem neuen Teil zu schauen – stattdessen muss man mit den Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen, kreativ werden.
Auch das ist etwas, dass du dir von einem Stylisten im Umgang mit deiner eigenen Garderobe abschauen kannst. Anstatt dir immer wieder neue Kleidung zu kaufen in der Hoffnung, dass diese deine Styling-Probleme löst, kannst du erst einmal mit den Dingen arbeiten, die sich in deinem Zuhause verbergen:
- Du hast ein Kleid, das du nicht gerne trägst? Schneide den Rockteil ab und trage es als Oberteil.
- Du möchtest die Silhouette von einem Teil verändern? Mit einer Sicherheitsnadel, einer interessanten Brosche oder einem Haargummi kannst du Stoffe raffen oder hochstecken.
- Dir gefällt der Ausschnitt einer Bluse nicht? Vielleicht kannst du sie auch andersherum tragen, sodass die Rückseite nach vorne zeigt.
- Dich langweilen deine Basics? Verziere sie mit Bändern, Farbe, Strasssteinen… viele unkomplizierte DIY-Ideen für deine Kleidung findest du übrigens hier.
Es gibt so viele Möglichkeiten, mit kleinen Handgriffen ein Outfit zu verändern. Es bedarf nur etwas Kreativität und Lust, mit der eigenen Kleidung zu experimentieren. Genau dadurch entsteht übrigens ein unverwechselbarer Stil, der deine persönliche Handschrift trägt. Somit wirst du quasi zu deinem eigenen Stylisten!
Welcher der genannten Tipps hat dich am meisten inspiriert? Verrate es mir gerne in den Kommentaren.

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