Diese Lügen bringen Unordnung im Kleiderschrank

Wir alle kennen doch diese kleinen Lügen, die wir uns beim Shoppen immer wieder selbst erzählen. Aber jetzt ist Schluss mit dem Bullshit! Wer wirklich endlich besser einkaufen und Ordnung im Kleiderschrank halten will, muss seine selbstgestellten Fallen erkennen – und lernen, wie man es das nächste Mal besser macht.

Wer hat sich nicht schon vorgenommen, wirklich nur noch das zu kaufen, was er wirklich braucht? Doch manchmal kaufen wir einfach Dinge, die wir vor Ort zwar super fanden, die uns zuhause aber schon nicht mehr interessieren. Besonders, wenn es um Kleidung und Accessoires geht, wird die Vernunft trotz guter Vorsätze häufig in den Wind geschossen. Dabei belasten ungebrauchte Gegenstände einen sehr und nehmen nur Platz weg.

Immerhin: Das Problem zu erkennen ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Heute habe ich euch 4 kleine Lügen mitgebracht, die sich jeder in der Umkleidekabine oder vorm Kleiderschrank selbst schon mal aufgetischt hat. Wie ihr diese einfach enttarnt und wie ihr besser vorgehen könnt, lest ihr hier:

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Lüge 1: „Ich habe Nichts zum Anziehen”

Oh, Bullshit! Tatsächlich ist es sogar andersherum; Meist haben wir viel zu viel Kleidung. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass ab einer bestimmten Anzahl von Kleidungsstücken einen die Auswahl der Kleidung überfordert und schließlich sogar völlig frustriert. So schnell kann aus “ganz viel” “nichts” werden! Und am Ende trägt man dann doch wieder das, was man jeden Tag aussucht.

So geht es besser: Legt euch abends einfach den Look für den kommenden Tag zurecht. Das verringert den morgendlichen Stress und gibt euch Gelegenheit, wirklich alle Sachen im Schrank anzusehen. Vielleicht könnte der Pulli, der schon so lange auf dem Bügel hängt, morgen gut zu eurer Lieblingsjeans passen?

Ich habe eine Zeit lang sogar einen Plan für die ganze Arbeitswoche gemacht, in der ich alle Kleidungsstücke mit passenden Accessoires voraus geplant habe. So einfach kann es sein, jeden Tag fabelhaft auszusehen!

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“Ich kaufe nur Sachen, die ich zu 3 Outfits kombinieren kann”

Ich habe gemerkt, dass diese Strategie (zumindest für mich persönlich) nicht wirklich aufgeht, obwohl viele den Tipp empfehlen. Ehrlich gesagt habe ich meinen Kleiderschrank beim Shoppen einfach nicht im Kopf . Und oft passen Klamotten in meiner Vorstellungskraft zwar toll zusammen – zuhause merke ich dann aber, dass die Realität ganz anders aussieht.

So geht es besser: Macht in der Umkleide von dem Teil, das euch interessiert, ein Foto mit dem Handy. Zuhause kann man dann tatsächlich das Teil mit der Garderobe abgleichen und sehen, ob es zu den anderen Sachen passt. Möglicherweise merkt ihr in dem Moment, dass euch das Teil doch nicht so gut gefällt. Mit der Methode kommt ihr spontanen Gelüsten entgegen und verhindert Fehlkäufe.

Ein anderer Tipp, der dabei ebenfalls wirklich hilft, ist die 3-Tage-Regel: Wenn ihr vor Ort nicht sicher seid, ob ihr dieses eine Teil wirklich haben wollt, dann lasst es lieber erst mal liegen. Und nehmt euch drei Tage Zeit: Geht euch das Kleidungsstück nach dieser Bedenkzeit immer noch nicht aus dem Kopf? Dann kauft es. Aber wenn es in der kurzen Zeit schon in Vergessenheit geraten ist, musste das Teil wohl doch nicht so dringend sein.

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“Diese Marke, die gerade alle tragen, gefällt mir richtig gut!”

Meistens ist das eine klare Lüge, der man selber auf den Leim geht. Ich weiß, dass es manchmal ganz schön schwierig ist, den eigenen Geschmack und den Mainstream auseinander zu halten. Und wenn man mal ehrlich ist, sind wir doch alle gern mal Markenopfer – oft ist es einfach nur eine emotionale Entscheidung, dass wir die Tasche mit dem Markennamen kaufen, wenn doch ein No Name Produkt unsere Sachen genauso gut transportieren könnte. Aber am Ende hilft man mit dem Kauf von bestimmten Marken eben nur großen Firmen, und kauft dabei nicht einmal unbedingt die beste Qualität.

So geht es besser: Wieso statt mit Markenlogos nicht lieber mal mit grüner Mode glänzen? Immer mehr Labels stellen ihre Kleidung  nachhaltig her, sei es durch faire Arbeitsbedingungen, nachhaltige Rohstoffe oder durch ihr tierliebes Verhalten. Insbesondere Basics kann man gut “in grün” kaufen, zum Beispiel bei Erlich Textil, Organic Basics oder Armedangels.

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“Im Sale habe ich so ein tolles Schnäppchen gemacht!”

Wir alle wissen es besser, und fallen trotzdem immer wieder auf unsere eigenen Lügen herein: Geld spart nur, wer etwas, das er sowieso kaufen wollte, günstiger findet. Die 20 Euro, die man aber für einen lustigen Sweater mit Glitzerapplikation ausgegeben hat, sind 20 Euro, die man oben drauf zahlt.

So geht es besser: Auf jedem Handy gibt es die geniale Notizen-App, in der ihr eure aktuelle Wunschliste festhalten könnt. Beim Shoppen ist es dann ein wenig wie im Supermarkt; Es darf nur mit, was auf der Liste steht. Schwarzer Rollkragenpulli, Trenchcoat, roter Mini: Sind die Most Wanted Kleidungsstücke gerade im Sale? Dann gerne zugreifen und sparen!

Was außerdem dabei hilft, der Versuchung von Sales zu widerstehen, ist das Abbestellen von Newslettern. Denn in diesen E-Mails werden einem immer neue, tolle Angebote unterbreitet. Vor lauter Torschusspanik („Nur heute gültig!“, „Der Countdown läuft!“) greift man dann online zu mit dem Gedanken, ein grandioses Schnäppchen gemacht zu haben. So sammeln sich dann die ungeliebten Neuzugänge im Kleiderschrank. Also: Newsletter abbestellen! Der nächste Sale kommt bestimmt, bei dem man dann auch tatsächlich etwas findet, das einem wirklich gefällt.

Habt ihr euch selbst auch schon einmal bei diesen Shopping-Lügen ertappt? 

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